Archiv für Juni 2010

Zur Kenntnisnahme:

Hiermit möchten wir auf den gestrigen Beitrag in der Lokalzeit des WDRs hinweisen, der über das kürzlich gegründete Bündnis gegen Rechts „Antifaschistischen Ratschlag “ aufmerksam macht. Das Bündnis macht es sich zur Aufgabe, die seit ca. 2 Jahren bestehende Problematik mit Neonazis in Siegen mehr in den Fokus der Öffentlichkeit und die mediale Berichterstattung zu rücken.
Weiteres in der Resolution des Siegener Antifaschistischen Ratschlags, die bereits von zahlreichen Parteien, politischen Gruppen und Einzelpersonen unterschrieben wurde.


WDR Bericht

Die Notwendigkeit für die Gründung des Bündnis sehen die Initiatoren unter anderem darin, dass sich die Polizeistrategie, möglichst wenig über rechtsextreme Straftaten zu berichten um Nachahmungstaten zu verhindern, als nicht effektiv erwiesen hat. Dies bestätigt sich, wenn man einen Blick auf die gestiegene Anzahl extremistischer Straftaten im Jahr 2009 gegenüber 2008 wirft (Radio Siegen Beitrag).

Auch die Westfälische Rundschau berichtete, siehe Artikel „Nazi-Opfer schweigen nicht“.

Einbruchsversuch und Farbanschlag auf die Bücherkiste

Nachdem die Weidenauer Buchhandlung „Bücherkiste“ Anfang Mai durch Neonazis weitestgehend „entglast“ wurde und im vergangenen Jahr eine Scheibe zerstört und das Ladenlokal verwüstet wurde, kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag den 12. 6. 2010 erneut zu einem Anschlag auf die „Bücherkiste“. Die Scheiben und die Fassade sowie die Rückseite des Ladenlokals wurden mit Farbbeuteln beworfen.
In der gleichen Nacht versuchten Unbekannte in ein Gebäude einzudringen, in welchem sich auch Räumlichkeiten des Vereins für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit befinden.

(Spuren eines Farbbeutels an der Glasfront der Buchhandlung „Bücherkiste“)

Erneut…

…wurde das Aktive Museum Südwestfalen am Platz der alten Synagoge Ziel von rechtsextremen Schmierereien. In großer Anzahl wurden in der Nacht vom 08. auf den 09. Juni die Schriftzüge „FNSI“, „NPD“ und „SS“ an verschiedenen Stellen am Gebäude angebracht. Desweiteren ist neben dem Eingang der Satz „Deutschland den Deutschen“ zu lesen.

Offensichtlich sehen die Täter die NPD mittlerweile in direkter Tradition zur SS stehend.
Welche Rolle die SS im Nationalozialismus einnahm und wie dies im Zusammenhang mit dem Ort der neuen Schmierereien steht muss an dieser Stelle wohl nicht weiter erklärt werden.