Archiv für September 2010

VFB Wilden reagiert endlich

Mit sofortiger Wirkung wurde Georg Alexander Stangier vom Spielbetrieb des VFB Wilden ausgeschlossen.
Vergangene Woche kam es zu einer Razzia bei A.Stangier – einem der Drahtzieher der lokalen rechten Szene. Stangier, der Betreiber des rechten „Wieland Versandes“ hatte im Internet mindestens 81, als jugendgefährdend indizierte, Tonträger mit volksverhetzenden, gewaltverherrlichenden und verfassungswidrigen Inhalten angeboten, die z.T. dem absoluten Verbreitungsverbot unterliegen.
Dies dürfte jedoch für den VFB Wilden keine Überraschung gewesen sein. Dass der Verein mehrere Mitglieder der lokalen rechten Szene „beherbergt“ ist – spätestens seit den vergangenen Kommunalwahlen – keine große Neuigkeit. Im Zuge dieser Wahlen kandidierten gleich mehrere Spieler des VFB Wilden für die NPD. Wobei jedoch zwei der Kandidaturen nur dadurch zustande gekommen seien, dass die betreffenden Kandidaten im alkoholisierten Zustand von Alexander Stangier zu ihrer Unterschrift überredet worden seien (Recherche Siegen berichtete).
Daneben wurde der VFB Wilden bereits vor Monaten mehrfach auf A.Stangier angesprochen und dessen Ausschluss aus dem Verein gefordert. Der Ausschluss vom Spielbetrieb war eine notwendige und längst überfällige Reaktion.

Hausdurchsuchung in Wilnsdorf [Update]

Wie der Staatsschutz Hagen verlauten lässt, führte die Polizei in den Morgenstunden des 08.09.2010 eine Hausdurchsuchung bei dem Betreiber eines „rechten Versandhandels“ durch.
Bei dem Betreiber handelt es sich zweifellos um den bekannten Neonazi Alexander Stangier aus Wilnsdorf. Stangier, Spieler beim VfB Wilden und neben weiteren Spielern des VfB Wilden (siehe Nazis unterlaufen VfB Wilden; Nachruf) als Kandidat auf der Wahlliste der NPD zur Kommunalwahl 2009 zu finden, betreibt den „Wieland-Versand“ (Vertrieb der FNSI). Dort wird unter seinem Namen nazistisches „Propagandamaterial“ – wie es der Versand selbst beschreibt – verkauft.
Die Polizei stellte indizierte CD’s und Geschäftsunterlagen sicher.

Hinweis: Auf derwesten.de ist ein lesenswerter Artikel erschienen, der sich ausführlicher mit dem Fall beschäftigt:
http://www.derwesten.de/staedte/siegen/Razzia-bei-Wilnsdorfer-Neonazi-id3688946.html

Vorstandswahl beim Pro-NRW-Kreisverband Si-Wi

Am vergangenen Freitag wurde im Zuge einer Mitgliederversammlung der Vorstand des „pro-NRW-Kreisverbandes Siegen Wittgenstein“ gewählt. Den Vorsitz erlangte Franz-Herbert Schneider, der noch im vergangenen Jahr für die Republikaner bei den Wilnsdorfer Bürgermeisterwahlen angetreten war. Nach seinem Wechsel zur – nicht minder rechten – „Bürgerbewegung“ Pro-NRW kandidierte Schneider bei den vergangenen Landtagswahlen für diese.


Der Vorstand des „Pro-NRW-Kreisverbandes Si-Wi“: (v.l.n.r.) Rosi Fischbach, Markus Jaworek, Franz-Herbert Schneider, Kurt Peter Wienand, Yasmin Sänger, Jörg Uckermann* und Kurt Fischer.

*Jörg Uckermann gehört nicht zum Siegener Kreisverband. Der Kölner Stadtrat und Pro-NRW-Funktionär, der sich bereits wegen Beleidigung und Körperverletzung vor Gericht behaupten musste und gegen den wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Versicherungsbetrug ermittelt wird, begleitete die Versammlung des Siegener Kreisverbandes.