Nachspiel für Siegener Justiz?

Der Kreisverband der Partei „Die Linke“ will, laut einem Bericht auf „derwesten.de“, das Fehlverhalten des Amt- und Landesgerichts in zwei Verfahren gegen die Siegener Neonazis Kai Schulz, Michael Schulz und Kevin Maurer nun im Innen- und Rechtsausschuss des Düsseldorfer Landtags zum Thema machen.
Die drei Nazis wurden im Januar wegen der Demolierung des Büros der Partei „Die Linke“ in der Siegener Oberstadt zu Geldstrafen verurteilt. Der Prozess, plus ein weiterer gegen Kai Schulz wegen mehrerer Körperverletzungen, fanden, entgegen dem rechtsstaatlichen Grundprinzip der Öffentlichkeit unter Ausschluss eben jener statt. Das Gericht sprach damals von „internen Übertragungsfehlern“.
Dass dieser Fehler zufällig zwei Prozesse gegen Neonazis betrifft, bezweifelt jetzt auch „die Linke“. Gerade in anbetracht der, in der Vergangenheit immer wieder auffälligen, Ignoranz seitens Siegener Polizei und Justiz gegenüber der militanten Neonaziszene um die „Freien Nationalisten Siegerland“ erscheint dieser Zufall mehr als unglaubwürdig.